An einem lauen Freitagabend war es endlich so weit: Der MTV Dießen gastierte zum heißersehnten Nachbarschaftsderby im heimischen San Siro. Die Vorfreude war groß, doch schnell wurde klar, dass der MTV der erwartet schwere Gegner war.
Durch schnelle Ballverluste und die ein oder andere Unsicherheit machten es unsere Jungs zunächst spannender als nötig. Und so kam es, wie es kommen musste: Dießen nutzte seine Chance und ging mit 0:1 in Führung.
Die anschließenden taktischen Anweisungen des Trainerteams setzte Moritz am besten um. Mit einem satten Schuss stellte er auf 1:1 und brachte die Roten Teufel zurück ins Spiel. Danach hatten unsere Jungs die Partie eigentlich ganz gut im Griff – bis sie sich das Leben erneut selbst schwer machten. Nach einem missglückten Klärungsversuch und einer kleinen Unachtsamkeit von Jonathan im Tor landete ein echter Sonntagsschuss im Netz. Dießen führte plötzlich wieder mit 1:2. Da war sie also wieder, die Spannung, auf die eigentlich keiner so richtig Lust hatte.
Für die Schlussphase war damit die Richtung klar: Alles oder nichts! Aus einer sicheren Abwehr heraus rollte Angriff um Angriff auf das Dießener Tor zu. Nur mit dem Toreschießen wollte es zunächst nicht klappen. Auch ein umstrittener Siebenmeter von Moritz fand leider nicht den Weg ins Netz. So langsam wurde die Zeit knapp, doch der Wille, dieses Derby noch zu drehen, war den Spielern deutlich anzumerken.
Dann gelang endlich der Ausgleich: Emil traf mit seinem schwächeren linken Fuß zum 2:2 und hielt die Hoffnung auf den Derbysieg am Leben. Jetzt musste noch ein Treffer her!
Zwei Minuten vor Schluss kam schließlich die Stunde von Elias. Er eroberte sich im Mittelfeld den Ball und zog einfach mal ab. Der Ball wurde länger und länger, bis er schließlich im Tor des MTV einschlug. 3:2 für die Roten Teufel! Ein Treffer, der im San Siro für ordentlich Jubel sorgte! 😉
Mit dem Schlusspfiff war die Freude riesig. Spielerinnen und Spieler lagen sich in den Armen, und auch das ein oder andere Jubellied durfte natürlich nicht fehlen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand bewiesen unsere Roten Teufel Moral, kämpften bis zum Schluss und belohnten sich mit einem späten Derbysieg.
Das war nichts für schwache Nerven – aber genau so schmeckt ein Derby-Sieg doch am besten!



